Madagaskcar

Der südafrikanische Inselstaat im Indischen Ozean, Madagaskar, ist die fünftgrösste Insel der Welt und hat etwa 25 Millionen EinwohnerInnen. Während Madagaskar über ein immenses natürliches Potenzial verfügt, fällt das Land bei verschiedenen Entwicklungsindikatoren zurück: Fast 80% der Bevölkerung leben von weniger als 1,90 Dollar pro Tag. Ausserdem ist der Zugang zu Elektrizität mit etwa 10 % einer der niedrigsten der Welt.

Madagaskar ist auch eines der Länder, die am stärksten von Starkwetterphänomenen betroffen sind. Die Insel erleidet durchschnittlich drei grosse Naturkatastrophen pro Jahr. Hinzu kommt, dass wiederholte politische Krisen oft den Entwicklungsfortschritt untergraben. Umso wichtiger ist unsere Arbeit mit den Basisgemeinden.

Handwerk und erneuerbare Energien

In Madagaskar stellt der fehlende Zugang zu Energie ein grosses Hindernis für die Entwicklung der ländlichen Bevölkerung dar. Deshalb arbeiten wir an der Entwicklung von lokal gesteuerten Stromzugangstechnologien. Wir arbeiten auch an ihrer wirtschaftlichen Rentabilität, damit sie sich selbst finanzieren können.

In Zusammenarbeit mit dem Verein PATMAD und ihrer Tsiky-Werkstatt haben wir die lokale Herstellung von Pico-Wasserkraftwerken von 1kW bis 100kW gefördert. Mit Hilfe von Schweizer Universitäten und Universitäten haben wir auch 1kW Low-Tech-Windenergieanlagen, die derzeit im Hochland in Betrieb sind, angepasst.

Solarkioske

Servicezentren an kommunalen Standorten.

Seit 2014 haben wir einen Ansatz verfeinert, der darin besteht, Dörfer mit Energieversorgungszentren auszustatten. Diese Solarkioske befinden sich in Schulen, die sie mit Strom versorgen. Darüber hinaus bieten sie der Bevölkerung Energiedienstleistungen an, die die Anlage rentabel machen und sogar das Schulgeld der ärmsten Kinder subventionieren. Der meistgenutzte Service, die Vermietung von aufladbaren Lampen, ermöglicht es jedem und jeder, für einen Bruchteil des Preises von Kerzen eine Lichtquelle zu Hause zu haben.

 

Entwicklung von Technologien für den ländlichen Raum

Die Tsiky-Werkstatt mit ihren drei technischen Bereichen Holz, Schlosserei und Elektromechanik beherrscht heute etwa fünfzehn entsprechende Technologien. Die 11 MitarbeiterInnen und 6 Lehrlinge der Werkstatt entwickeln jedes Jahr neue Produkte, die an die ländliche Umwelt angepasst sind.

Nachhaltige Landwirtschaft

Im Bereich der Ernährungssicherheit arbeiten wir eng mit lokalen und internationalen NGOs zusammen. Insbesondere arbeiten wir eng mit dem Verein Agrisud International zusammen, der auf Agrarökologie spezialisiert ist. Wir bündeln unsere Kompetenzen, um in der Region Itasy eine agro-verarbeitende Mikrounternehmensgärtnerei zu gründen. Herzstück dieses Systems ist die Trocknung von Obst und Gemüse, aber auch die Verarbeitung von Maniok, die Herstellung von Säften oder Konfitüren.

Ausserdem verstärken wir unsere Anstrengungen, um die Entstehung eines ökologischen und fairen Trockenobstsektors zu fördern, der sich auf den internationalen Märkten etablieren kann. So werden ProduzentInnen aus dem Hochland begleitet, so dass Litschis, Physalis und andere getrocknete tropische Früchte zu Einkommensquellen für immer mehr Familien werden können.

Spenden für Madagaskar

Koordinationsbüro CEAS in Madagaskar

Koordinator: Joël Maridor

Lot II Y 50 AA – Ampasanimalo

Antananarivo 101 – Madagascar

E-Mail: comg[at]ceas.ch

Bureau de coordination du CEAS